Samsung SSD Firmware unter Linux aktualisieren – trotz kaputtem ISO

Ich nutze seit Jahren Samsung SSDs – egal ob SATA oder NVMe – und habe sie in einigen meiner Setups verbaut. Performance, Zuverlässigkeit, alles top.
Was allerdings überhaupt nicht top ist: Samsung bietet bis heute keinen sauberen Weg, SSD-Firmware unter Linux zu aktualisieren.

Stattdessen gibt es ein bootbares ISO. Klingt erstmal okay – ist aber leider seit mehreren Jahren schlicht kaputt.
Zeit, das Problem zu umgehen.


Ausgangslage: Firmware-Update für Samsung NVMe SSDs

In meinem konkreten Fall ging es um zwei Samsung 990 Pro 2TB NVMe-SSDs, die in einem Server verbaut waren.
Der Server lief mit Debian 12 – also eigentlich perfekte Voraussetzungen.

Der offensichtliche Weg wäre:

  1. Firmware-ISO herunterladen
  2. Auf USB-Stick schreiben
  3. Booten
  4. Firmware flashen
  5. Fertig

theoretisch.


Warum Samsungs Boot-ISO keine Option ist

Leider ist Samsungs Linux-Bootumgebung seit Jahren problematisch. Typische Fehler:

  • SATA-SSDs werden nicht erkannt
  • Controller werden nicht korrekt angesprochen
  • USB-Tastaturen funktionieren nicht
  • Veralteter Kernel, keine Workarounds möglich
  • Teilweise nur mit PS/2-Tastatur bedienbar

Und ja: Genau an der „keine Tastatur erkannt“-Stelle hing ich schon wieder fest – wie vor ein paar Jahren auch schon.
Damals konnte ich SATA-SSDs noch kurzfristig in ein Intel-System stecken. Bei NVMe-SSDs im Server? Keine Chance.


Lösung: Firmware direkt unter Linux flashen 🚀

Zum Glück lässt sich das eigentliche Flash-Tool aus dem ISO extrahieren und direkt unter einem modernen Linux ausführen.

⚠️ Wichtiger Hinweis:
Das hat bei mir problemlos funktioniert – aber Firmware-Updates sind nie ohne Risiko.
Alles auf eigene Gefahr!


Schritt-für-Schritt Anleitung

1️⃣ Dateisystem(e) aushängen

Falls auf der SSD ein Dateisystem gemountet ist, möglichst vorher aushängen:

umount /dev/md0

⚠️ Wichtiger Hinweis:
Es ist auch möglich ein Update ohne unmount durchzuführen, aber ich empfehle es nicht. Nutze sonst möglichst ein Linux Live System.


2️⃣ Passendes Firmware-ISO herunterladen

Samsung listet alle Firmware-ISOs hier:
https://www.samsung.com/semiconductor/minisite/ssd/download/tools/

Rechtsklick auf die passende Version → Link kopieren.

Beispiel:

wget https://download.semiconductor.samsung.com/resources/software-resources/Samsung_SSD_990_PRO_8B2QJXD7.iso

3️⃣ Benötigte Tools installieren

apt-get -y install gzip unzip wget cpio

⚠️ Wichtiger Hinweis:
Ist z.B. unzip nicht installiert bricht das Update einfach ab.


4️⃣ ISO mounten und Firmware-Tool extrahieren

mkdir /mnt/iso
sudo mount -o loop ./Samsung_SSD_990_PRO_8B2QJXD7.iso /mnt/iso/

mkdir /tmp/fwupdate
cd /tmp/fwupdate

gzip -dc /mnt/iso/initrd | cpio -idv --no-absolute-filenames

5️⃣ Firmware-Tool starten

cd /tmp/fwupdate/root/fumagician/
sudo ./fumagician

Jetzt sollte das Tool starten und die verbauten SSDs bzw. NVMe-Laufwerke korrekt erkennen.


Firmware flashen

Sobald fumagician läuft:

  • SSD auswählen
  • Update bestätigen
  • Flash-Vorgang abwarten

Nach erfolgreichem Update empfehle ich dringend:

  • Neustart
  • oder noch besser: System komplett ausschalten und wieder einschalten

Kontrolle nach dem Reboot

Nach dem Hochfahren habe ich geprüft, ob alles sauber läuft:

sudo smartctl -a /dev/nvme0n1

➡️ Neue Firmware war aktiv
➡️ Keine Datenverluste
➡️ Keine Auffälligkeiten

So soll es sein.


Fazit

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum Samsung den Linux-Support für Consumer-SSDs aufgegeben hat.
Früher ging das mal problemlos – heute gibt es Firmware-Tools nur noch für Enterprise-SSDs.

Das wäre halb so wild, wenn das offizielle Boot-ISO funktionieren würde.
Tut es aber nicht – und das seit Jahren.

Zum Glück lässt sich das Ganze mit ein paar Handgriffen direkt unter Linux lösen.
Nicht schön, aber effektiv.

Vielleicht hilft dieser Beitrag ja dem nächsten, der wieder vor einem nicht reagierenden Samsung-ISO sitzt. 😉

Ethereum NVIDIA GPU Mining unter Ubuntu/Debian

Informationen zum Thema Mining und einer Anleitung unter Windows: Ethereum: Geld verdienen mit Gaming-PCs

Installation:

Füge die Ethereum-APT-Repository mit diesen Befehlen hinzu und installiere die benötigten Programme:

Downloade Linux Treiber von hier: http://www.geforce.com/drivers/results/117741

Mache die Datei ausführbar und installiere den Treiber:

Starte den Miner mit folgendem Befehl:

Wobei die Adresse durch die eigene Ethereum Adresse zu ersetzen ist und Miner durch einen beliebigen Name ausgetauscht werden kann, um die Übersicht über verschiedene Miner zu behalten.

Wenn ihr die Adresse nicht ersetzt gehen die Ethereum Gewinne an mich, worüber ich mich natürlich freuen würde 🙂

Den Status im Pool könnt ihr hier Prüfen: http://dwarfpool.com/eth/address?wallet=0xEureEthereumAdresse&allpayouts=1

Woher bekomme ich eine eigene Ethereum Adresse?

Z.b. bei Kraken.com einen online Marktplatz zum Handeln verschiedener Krypto-Währungen. Dort kann man des Ethereum auch direkt in Euro umwandeln.

oder man installiert sich die Ethereum Wallet lokal und hat sein Geld auf dem lokalen PC: https://www.ethereum.org/ Download: https://github.com/ethereum/mist/releases

 

Mittlerweile lohnt sich das Mining nur, wenn ihr sehr sehr kosten günstig an Strom kommt. Daher empfehle ich statt in Mining doch lieber in Aktien zu investieren, das ist meiner Meinung nach mittlerweile deutlich attraktiver 🙂
Aber ich hoffe ihr fandet die Anleitung trotzdem interessant.

RRDtool: Daten zwischen verschiedenen Architekturen bewegen

Wenn man das RRDTool (z.B. in Munin) auf Serverm mit verschiedenen Architekturen nutzt, dann hat man sicher schon mal diese Meldung erhalten:

Das Problem kann man lösen, indem man ein Dump der RRD Dateien erstellt:

Und sie auf dem Ziel System wieder einliest:

Der andere Server kann die Datei nun lesen, testen kann man es mit:

Wenn man so einen ganzen Ordner verarbeiten möchte geht es so:

Ich hoffe es hilft jemanden.